Grundlagen optische Sortierer

Optische Sortierer für die Sortierung von mineralischen Schüttgütern
Was genau versteht man unter optischer Sortierung?
Gemeint ist, daß jedes einzelne Korn einer Schütguttmenge mit seinen Merkmalen erkannt wird und dann mittels hinterlegter Filter, entschieden wird, wie mit dem Korn weiter zu verfahren ist, also ob es zur Gutfraktion oder zur Schlechtfraktion gehört. Anschließen werden die Körner dann entsprechend ihrer Erkennung ausgeschleust.
Immer schon gab es Aufgabenstellungen, die eine Sortierung von gut und Schlechtmaterial erforderten. Ab bei Talk und Magnesit oder bei der Edelsteingewinnung. Bisher wurde die Aufgabe an langen Förderbändern von Menschen erledigt, mit all den Nachteilen, die der menschliche Faktor mit sich brachte. Hier sei nur genannt, Ermüdung, Ablenkung, Konzentration und im Falle von Edelsteinen der Diebstahl.

Hier stellen optische Sortierer eine kostengünstige und zuverlässige alternative dar.
Mittlerweile haben Optische Sortieranlagen seit vielen Jahren in der Praxis bewiesen, dass sie eine wirtschaftlich sinnvolle und praktikable Lösung sind und das auch unter rauesten Bedingungen in Kieswerk und Steinbruch.

Die Rohstoffverarbeitende Industrie hat heute das Problem, dass die Preise für einfaches Material im Keller sind. Eine weitere Herausforderung sind die ständig steigenden Anforderungen an die Materialqualität. Hier ermöglichen optische Sortierer ständig neue Chancen, der Schüttgutindustrie neue Absatzmöglichkeiten zu eröffnen. Diese bestehen zum einen darin, über die Qualitätssteigerung durch die optische Sortierung einen höheren Ertrag für das Material zu erzielen und zum anderen über die Trennung von gut und schlecht überhaupt erst eine zum Verkauf geeignete Materialqualität zu erzielen. Und zu guter Letzt, die Marge für das produzierte Material zu erhöhen, Beispiel Edelsteine.

Funktionsweise der optischen Sortierung:
Das Aufgabematerial wird auf einer Vibrationsrinne vereinzelt. Wenn nötig, wird das Material auch noch mit Wasser gereinigt, um anhaftenden Staub zu entfernen und oder um die Farbunterschiede besser hervorzuheben.
Das vereinzelte Material fällt dann bei den meisten Sortierern in einen Schacht. In diesem Schacht ist eine oder zwei Optische Systeme installiert, die das Material entweder einseitig oder zweiseitig betrachten und jedes Korn identifizieren. In einem Rechner erfolgt dann der Abgleich mit den hinterlegten Sortierkriterien. Anschließend gibt der Rechner dann an die Ausblasdüsen den Befehl, das selektierte Korn auszublasen.

Welche Optischen Verfahren gibt es?
Heute ist es möglich, sowohl nach äußerem Aussehen, nach physikalischen Eigenschaften, nach Reflexion, nach Form und mit Röntgenstrahlen auch nach unterschiedlichen Materialzusammensetzungen zu sortieren. Es können auch verschiedene Optische Verfahren in einem Sortierer kombiniert werden. Zusätzlich ist mit dem Rechner auch eine Kombination aus den diversen Kriterien möglich. Sogar ein optisches Verwiegen ist machbar.

Welche Körnungen können sortiert werden?
Die Sortierer können heute eine Bandbreite von 1 mm bis zu 300 mm sortieren wobei die wirtschaftliche Sortierung in der Rege beim Faktor 3 zwischen kleinstem und größtem Korn zu finden ist.
Wo setze ich die optische Sortierung wirtschaftlich sinnvoll ein?
Die eigentliche Herausforderung ist gar nicht mehr das Sortieren an sich, sondern an welcher Stelle im Gewinnungsprozess wird der Sortierer wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt? Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden.

Viele Faktoren, wie die
• Materialzusammensetzung
• Sortierkriterium
• Konzentration an Wunschmaterial
• Standortbedingungen
• uvm.
sind dazu zu berücksichtigen.
Hierbei beraten wir sie gerne.

Ergänzend sei auch noch erwähnt, dass die optische Sortierung in der Recycling Industrie bei der Rückgewinnung von Wertstoffen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Komplexität der Materialverbünde macht immer aufwendigere Trennungs- und Sortierverfahren erforderlich, diese dann wieder sauber zu trennen. Auch hier bieten wir ihnen interessante Lösungsmöglichkeiten an.